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Preise für Buchhaltung in Luxemburg (2026)

Buchhaltung in Luxemburg liegt 2026 bei 50 bis 95 € pro Stunde bei einem gemeldeten Fiduciaire, oder bei 120 bis 400 € pro Monat als Pauschale für eine kleine SARL oder einen Auto-entrepreneur. Der Stundensatz deckt Einzelbuchungen, Nacharbeit oder Ad-hoc-Beratung; die Monatspauschale deckt die Routine — Ein- und Ausgangsrechnungen, periodische MwSt.-Meldungen, Lohn für ein bis drei Mitarbeiter und Jahresabschluss. Die Zahlen setzen einen Fiduciaire mit Autorisation d'établissement vom Ministère de l'Économie und OEC-Eintrag (Ordre des Experts-Comptables) voraus. Software-Lizenzen (BOB, Sage BOB, Odoo) werden separat zu 15–40 € pro Nutzer und Monat berechnet.

23. April 2026

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Nutzen Sie den Preisguide für den Budgetrahmen und wechseln Sie danach mit Fynds KI-Assistenten und Kategorie-Seiten in die Anbieterauswahl.

Fynd verbindet diesen Guide mit Anbieterprofilen, damit Preisrecherche zur Anbieterauswahl führt.

Preis nach Format — Stunde, Monat, Jahr

FormatPreis (MwSt. 17 % inkl.)
Buchhalter/in, Stundensatz50–75 €/Std.
Expert-Comptable, Stundensatz75–95 €/Std.
Monatspauschale, Auto-entrepreneur oder ruhende SARL120–200 €/Monat
Monatspauschale, aktive SARL mit 1–3 Mitarbeitern220–400 €/Monat
Nur Jahresabschluss, kleine SARL900–1 800 €/Jahr
Nur Lohn-Mandat, pro Lohnzettel18–35 €/Zettel

Eine Pauschale von 280 € netto/Monat wird bei MwSt. 17 % zu 327,60 € brutto — immer auf dem Bruttobetrag vergleichen, einige Fiduciaires weisen nur netto aus.

Format-Treiber:

  • Stunde versus Pauschale — Stundenmandat passt für Nacharbeit oder Pre-Audit; die Pauschale wird günstiger, sobald die Gesellschaft monatlich MwSt. meldet und stabile Lohnabrechnung führt
  • Lohn-Umfang — Lohn für einen CDI-Mitarbeiter erhöht die Buchhaltungspauschale um 40–70 €/Monat
  • Reporting-Tiefe — monatliches Budget-Ist-Reporting kostet 60–120 €/Monat zusätzlich
  • Rechtsform — SARL-S hat dieselbe Compliance wie SARL; SA verlangt jährliche Prüfung durch einen zugelassenen Réviseur d'entreprises und hebt die Pauschale über 450 €/Monat

Was ein Buchhaltungsangebot treibt

Fünf konkrete Faktoren erklären den Grossteil der Spanne zwischen 150 € und 400 € Monatspauschale.

Die fünf Treiber:

  • Belegvolumen. Ein Fiduciaire kalkuliert 10–15 Minuten pro Ausgangsrechnung und 8–12 Minuten pro Eingangsrechnung. 40 Rechnungen pro Monat liegen im 180-€-Band; 150 Rechnungen bei 320–400 €.
  • Lohn-Kopfzahl. Jeder Mitarbeiter erhöht die Pauschale um 28–45 €/Monat, sobald DRS (Déclaration de retenue à la source) und CCSS-Anmeldung im Umfang sind. Grenzgänger (BE, FR, DE) kosten zusätzlich 15–25 €/Monat wegen bilateraler Steuerabstimmung.
  • MwSt.-Periodizität. Quartalsmeldungen sind günstiger als Monatsmeldungen. Oberhalb von 620 000 € Umsatz wird die Monatsmeldung Pflicht, und die Pauschale steigt um rund 15 %.
  • Cashflow-Bedarf. Wer wöchentliches Cashflow-Reporting oder Projektanalyse will, liegt über der Standardpauschale. 60–150 €/Monat für das Dashboard einplanen.
  • Historie bereinigen. Ein Erstmandat einer SARL mit zwei Jahren Rückstand startet mit 1 200–2 400 € Nachhol-Honorar, bevor die Routine-Pauschale greift.

Was eine Standardpauschale enthält und was nicht

Das Engagement-Schreiben Zeile für Zeile lesen — Scope-Drift ist die Hauptursache von Jahresüberraschungen.

In einer SARL-Pauschale von 280 €/Monat enthalten:

  • Monatliche Verbuchung von Ein- und Ausgangsrechnungen (bis 80/Monat)
  • Kontoabstimmung für ein operatives Konto
  • Quartalsweise MwSt.-Meldung über MyGuichet.lu
  • Intrastat und EG-Zusammenfassende Meldung, soweit einschlägig
  • Monatliche Lohnabrechnung für bis zu drei Mitarbeiter inkl. CCSS-Meldung
  • Jahresbilanz, GuV, Anhang, Hinterlegung beim RCS
  • Ein Klärungsanruf pro Monat

Meist nicht enthalten — separate Position einplanen:

  • Jährliche Steuererklärung (IRC, ICC, IF) — 350–900 € einmal pro Jahr
  • Verrechnungspreis-Dokumentation für eine Holding — 2 500–6 000 €
  • Mandat eines Réviseur d'entreprises agréé für SA oder grössere SARL — 2 500–8 000 €/Jahr separat
  • Begleitung einer CCSS- oder ITM-Prüfung — nach Stundensatz
  • Aufarbeiten von Altbeständen — separates Paket
  • Gründung oder Statutenänderung1 200–2 500 € pro koordiniertem notariellen Akt

Warnsignale in einem Pauschalangebot:

  • Kein Volumendeckel — eine echte unbegrenzte Pauschale versteckt die Marge
  • Keine Angabe zur Software-Lizenz
  • Eine Pauschale, die die Jahressteuererklärung „gratis” enthält — meist läuft die Steuerarbeit im Autopilot ohne Planung

LU-Compliance-Rahmen — was der Fiduciaire abdecken muss

Luxemburg hat selbst für eine kleine SARL einen dichten Compliance-Kalender. Ein Fiduciaire, der seine Pauschale verdient, hält diese Fristen ohne Erinnerung.

Der wiederkehrende Kalender:

  • Monatliche oder vierteljährliche MwSt.-Meldung — Frist am 15. des zweiten Monats nach dem Zeitraum (Quartal) bzw. 15. des Folgemonats (monatlich)
  • CCSS-Meldung — bis zum 10. des Folgemonats
  • Monatliche Lohnzettel — vor dem letzten Arbeitstag
  • Bilanzhinterlegung beim RCS (Registre de Commerce et des Sociétés) — binnen 7 Monaten nach Jahresabschluss
  • Jährliche Steuererklärung (IRC, ICC, IF) — an die Administration des contributions directes bis zum 31. Dezember des Folgejahres
  • Intrastat und EG-Zusammenfassende Meldung, soweit einschlägig

Pflicht-Infrastruktur:

  • Standardkontenplan (Plan comptable normalisé) seit 2011
  • eCDF-Einreichungen für Bilanz und GuV
  • BCE- oder CCSS-Anmeldung für Grenzgänger
  • Autorisation d'établissement des Fiduciaires selbst, prüfbar im Register des Ministère de l'Économie

Wer den aktuellen MwSt.-Termin nicht aus dem Kopf nennt, ist der falsche Anbieter.

MwSt. auf Buchhaltungshonorare — 17 % Standard

Buchhaltungs- und Steuerberatungsleistungen werden in Luxemburg zum MwSt.-Standardsatz von 17 % besteuert, ohne Zugang zum super-reduzierten Satz von 3 %. Der Satz gilt einheitlich — SARL, Auto-entrepreneur, Holding oder Privatperson mit Fiduciaire-Mandat für die persönliche Steuererklärung.

Satz in der Praxis:

  • LU-Gesellschaft beauftragt LU-Fiduciaire: MwSt. 17 % fakturiert, für den Kunden vorsteuerabzugsfähig
  • Privatperson beauftragt Fiduciaire für persönliche Steuererklärung: MwSt. 17 %, nicht abzugsfähig
  • Grenzüberschreitend B2B (LU-Fiduciaire stellt belgischer SA Rechnung): Reverse-Charge, keine LU-MwSt., Umkehr der Steuerschuldnerschaft beim Empfänger

Was eine konforme Rechnung zeigt:

  • MwSt.-Nummer des Fiduciaires und OEC-Eintrag
  • Netto, MwSt. 17 %, Brutto
  • Abgedeckter Zeitraum (Monat oder Quartal)
  • Leistungsumfang identisch zum Engagement-Schreiben
  • Autorisation d'établissement, wo einschlägig

Vergleich bei einer Jahrespauschale 3 000 € netto:

PositionNettoMwSt. 17 %Brutto
Monatspauschale 10 Monate2 200 €374 €2 574 €
Jahresabschluss800 €136 €936 €
Summe3 000 €510 €3 510 €

Wer Buchhaltung zu 3 % MwSt. abrechnet, hat die Regel falsch gelesen — schriftliche Bestätigung vor Unterzeichnung verlangen.

Drei Fiduciaire-Angebote vergleichen

Fiduciaire-Preise sind undurchsichtig, bis das Briefing standardisiert ist. Drei Kanzleien, die auf derselben Grundlage kalkulieren, landen innerhalb von ±15 % zueinander; grössere Spannen verraten abweichende Auslegung.

Die sechs Prüfpunkte:

  • Software und Plattform benennen. BOB, Sage BOB, Odoo Accounting oder Inhouse. Jede Lizenz ist anders strukturiert. Wer zahlt die Lizenz, innerhalb oder ausserhalb der Pauschale?
  • Volumendeckel. Eine Pauschale muss eine Obergrenze an Rechnungen pro Monat nennen (z. B. 80 Ein/80 Aus) und den Einzelpreis darüber.
  • OEC-Eintrag und Autorisation d'établissement. Beides öffentlich — auf der OEC-Seite und im Register des Ministère de l'Économie prüfen. Nicht eingetragene Buchhalter begründen straf- und zivilrechtliche Haftung gegen den Kunden.
  • Berufshaftpflicht. Im Engagement-Schreiben genannt. Mindestdeckung für eine kleine Gesellschaft: 1 000 000 € pro Schaden.
  • Nachfolgeregelung. Wer übernimmt das Mandat, wenn der Partner ausscheidet? Ein Solo ohne Ersatzklausel ist ein Single Point of Failure.
  • Ausstiegsbedingungen. Drei Monate Kündigungsfrist sind Standard. Eine 12-Monats-Bindung ohne Kündigungsgrund liegt ausserhalb der LU-Marktpraxis.

Ein sauberes Briefing-Paket:

  • Rechtsform, Gründungsjahr, NACE-Code
  • Erwarteter Jahresumsatz und Kopfzahl
  • Letzte Jahresabschlüsse und MwSt.-Meldungen (2 Jahre)
  • Aktuelle Software und Saldenübergabe
  • Lohnprofile und Grenzgängeranteil
  • Spezifische Bedürfnisse — Steuerplanung, Management-Reporting, Prüfungsbegleitung

Buchhaltung in Luxemburg liegt bei 50 bis 95 € pro Stunde bei einem gemeldeten Fiduciaire, oder bei 120 bis 400 € pro Monat als Pauschale für eine kleine Gesellschaft. Die Spanne hängt von Belegvolumen, Lohn-Kopfzahl, MwSt.-Periodizität und dem Einschluss der Jahressteuererklärung ab. OEC-Eintrag, Autorisation d'établissement, Volumendeckel und 3-Monats-Kündigungsfrist vor Unterzeichnung verlangen. Fynd.lu listet gemeldete Fiduciaires und Expert-Comptables mit nachprüfbaren Einträgen und Berufshaftpflicht — drei Angebote auf gemeinsamer Briefing-Basis (Volumen, Lohn, Reporting) einholen, bevor entschieden wird.

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