Preis nach Session-Format
| Session-Format | Preis brutto (inkl. MwSt. 17 %) |
|---|---|
| Einsteiger-Freelance, 45 Min., 1 Look, 1 Retusche | 90–130 € |
| Standard-Schauspieler-Session, 60–90 Min., 2–3 Looks, 3 Retuschen | 130–170 € |
| Erweitert, 90–120 Min., 4–5 Looks, 6 Retuschen | 220–320 € |
| Boutique-Studio mit Make-up-Artist, halber Tag, 5+ Looks, 8–12 Retuschen | 350–500 € |
| Casting-Premium, halber Tag Aussen + Studio, 10+ Retuschen | 500–700 € |
| Zusätzliches retuschiertes Bild über dem Paket | 25–60 €/Bild |
| Rechte-Aufschlag — breite kommerzielle Nutzung | +25 % bis +50 % |
| Same-Day Edit-Aufschlag | 50–120 € |
Ein Netto-Pauschalbetrag von 150 € bei MwSt. 17 % ergibt 175 € brutto. Schauspieler-Headshots laufen zum Standardsatz — kein reduzierter Satz anwendbar.
Kostentreiber je Session:
- Anzahl Looks — jede Garderoben- und Lichtumstellung braucht 15 bis 25 Minuten und kostet 25–50 € mehr
- Retusche-Tiefe — Farb- und Basis-Hautkorrektur enthalten; Frequenztrennung, Einzelhaar-Entfernung, Hintergrundaustausch addieren 15–40 €/Bild über das enthaltene Set hinaus
- Make-up-Artist — addiert 120–220 € zur Session, separat oder über den Fotografen
- Aussenaufnahme — Belval-Industrie-Kulisse, Luxemburg-Stadt-Pflaster oder Kirchberg-Glasfassade addieren 50–120 € gegenüber reinem Studio
- Agent-ready-Lieferpaket — 8×10-Inch-Äquivalent (A4) druckfertig 300 dpi plus Web-JPEG plus CV-Thumbnail addieren 40–80 €
Was ein gutes Schauspieler-Headshot 2026 ausmacht
Casting-Briefs auf agent.ssi.lu, bei der Filmakademie Baden-Württemberg, im Théâtre du Centaure und in Produktionslisten des Luxembourg City Film Festival teilen ein enges Anforderungsheft. Ein Fotograf, der den Brief kennt, liefert ein besseres Porträt als eine teurere Session ohne Referenz.
Technische Erwartungen eines Casting-Directors:
- Bildausschnitt: Brust- oder Schulter-Ansicht, Gesicht 50–65 % des Rahmens, Augen auf oberem Drittel
- Licht: weiches Key-Licht bei 45°, dezenter Fill, Catchlights in beiden Augen sichtbar — weder flach noch Rembrandt-dramatisch
- Hintergrund: texturiertes Neutralgrau oder gedämpfte Farbe, weder Schwarz noch reines Weiss. Rein-Weiss wird als zu kommerziell abgelehnt
- Schärfe: vorderes Auge rasiermesserscharf, Nase weicher werdend, Ohren leicht weich
- Ausdruck: natürlich mit sanfter Präsenz — kein breites Lächeln, kein düsterer Blick. „Das bin ich in den ersten 10 Sekunden”
- Garderobe: einfarbige Mitteltöne, Scoop-Ausschnitt oder einfacher Kragen, keine Logos, keine unruhigen Muster, kein Weiss direkt an der Haut
- Nachbearbeitung: Haut wirkt wie Haut — Poren sichtbar, kleine Asymmetrien erhalten, keine Beauty-Glättung
Was der Luxemburger Markt ergänzt:
- Doppel-Headshot: ein neutral-dramatisches Porträt für Theater und Streaming-Drama, ein helleres kommerzielles für TV-Spots und Corporate. Die meisten aktiven LU-Schauspieler haben beides.
- Dreisprachige ID: Rückseite eines gedruckten Headshots trägt Name, Grösse, Sprachen (EN/FR/DE/LB/weitere), Agent. Auf Spotlight, Agences.lu oder FilmMakers identisch digital.
- Spielbare Altersspanne: der Schauspieler nennt eine Spanne (±5 Jahre um das Lebensalter); das Headshot darf keinen der beiden Ränder versperren
Drei Warnsignale an den Lieferbildern:
- Übermässige Hautglättung — Ablehnung durch Drama-Casting
- Hintergrund exakt auf Garderoben-Ton — Subjekt verschmilzt, im Thumbnail unlesbar
- Übersättigte Augenfarbe — KI-Anmutung am Smartphone, verliert Glaubwürdigkeit
Retusche-Anzahl — was drei retuschierte Bilder wirklich bringen
Die meisten 130–170-€-Sessions liefern 2 bis 5 voll retuschierte Bilder — eine gezielte redaktionelle Entscheidung, die leicht missverstanden wird.
Was ein „3 Retuschen”-Brief tatsächlich enthält:
- Fotograf und Schauspieler wählen 3 Finals aus den 15 bis 25 Proofs
- Jedes Final erhält 30 bis 60 Minuten Retuschearbeit: Hautreinigung, Haarseparation, Belichtungs-Polish, dezente Farbkorrektur, Hintergrundglätten
- Lieferung als JPEG 2400 px breit für Web und TIFF oder hochwertiges JPEG 3000 px lange Kante für A4-Druck
- Die Proof-Dateien werden 30 bis 90 Tage nach Endliefern gelöscht, sofern der Vertrag nichts anderes regelt
Was „3 Retuschen” nicht enthält:
- Makeover-Retusche — Falten, Schlankerfilter, Zähne aufhellen, Augenfarbe ändern. Wird von Drama-Casting abgelehnt und meist auch vom Fotografen im Portfolio
- Hintergrundwechsel zu einer anderen Umgebung — neutralgrau zu texturiertem Beige ist enthalten; neutralgrau zu Luxemburger Stadtansicht ist Zusatz 80–180 €
- Druckproduktion — eine 10er-Serie im 8×10-Inch-Äquivalent (A4) im Profilabor zu 35–65 € separat
- Quelldateien (RAW CR3 / RAF / DNG) — nicht enthalten; Ausbuchen typisch 200–500 €, unüblich
Warum „retuschiert alle 20 Proofs” keine gute Idee ist:
- Jede zusätzliche Retusche 25–60 € — 17 extra Retuschen kosten 425–1 020 €
- 20 retuschierte Headshots zu liefern signalisiert Unerfahrenheit gegenüber einer Agentur, die 3 bis 5 disziplinierte Finals erwartet
- Casting-Directors sehen hunderte Headshots pro Woche; zu viele Optionen desselben Schauspielers verwässern die Erinnerung
Die effiziente Sequenz:
- Fotograf und Schauspieler präselektieren 5 bis 8 aus den Proofs
- Die Agentur (falls vorhanden) verdichtet auf 3 Finals
- Der Fotograf retuschiert diese 3 in hohem Standard
- Kommt 6 Monate später ein kommerzieller Brief, lassen sich 1 oder 2 zusätzliche Retuschen zum Stückpreis gegen dasselbe Quellset beauftragen
Nutzungsrechte — was die Session-Pauschale tatsächlich lizenziert
Das Session-Honorar von 130–170 € lizenziert eine enge, präzise Nutzung. Breiter kommerzielle Lizenzen kosten eine separate Position.
Was eine Standard-Schauspieler-Headshot-Session lizenziert:
- Eigenpromotion — CV, Casting-Plattformen (Spotlight, Agences.lu, FilmMakers), Agenturprofil, eigene Website, Social Media als Pro-Porträt
- Einreichung auf Casting-Briefings — das Headshot darf an jede Besetzungsleitung für Auditions gesendet werden
- Produktionspakete — nach Besetzung nutzt die Produktion das Headshot für EPK, Pressekit und Plakat während und nach der Ausstrahlung, ohne Zusatzvergütung an den Schauspieler
Was ohne separate Position nicht lizenziert ist:
- Bezahlte Werbung mit dem Bild (Kosmetikmarke, Restaurant-Karte, Plakatfläche eines Theaters ausserhalb der Produktion) — +25 % bis +50 % auf die Session für 12 Monate Lizenz
- Stock-Bibliothek — strikt ausgeschlossen im Standardvertrag; separates Modelrelease und Stockvertrag erforderlich, bei Porträtsessions selten sinnvoll
- Weiterverkauf an Dritte — nie lizenziert; das Urheberrecht bleibt beim Fotografen
- KI-Trainingsdaten — die meisten 2026er-Verträge schliessen die Nutzung für Machine-Learning-Training explizit aus. Vertrag prüfen.
Urheber- und Persönlichkeitsrechte in Luxemburg:
- Das Urheberrecht liegt beim Fotografen nach dem luxemburgischen Urhebergesetz vom 18. April 2001
- Der Schauspieler hat ein Persönlichkeitsrecht (droit à l'image) — das Bild darf nicht reputationsschädigend genutzt werden, auch wenn das Urheberrecht beim Fotografen liegt
- Ein Standard-Releaseformular balanciert beide Rechte durch zugelassene Nutzungen und Ausschlüsse
- Widerruf nach langer Pause (ab 10 Jahren) ist eine Grauzone; beste Praxis ist eine klare 5-Jahres-Lizenz mit Verlängerungsoption
Die praktische Klausel zum Verhandeln:
- Umfang zugelassener Nutzungen (Eigenpromotion, Casting, Produktions-EPK)
- Laufzeit (5 Jahre üblich, verlängerbar)
- Gebiet (EU-weit reicht meist angesichts LU-FR-BE-DE-Casting-Sprungweite)
- Ausschluss KI-Trainingsnutzung
- Urheberkreditpflicht (Namensnennung bei öffentlicher Publikation)
- Widerrufsanlass (Wechsel der Agentur, Bühnennamen-Wechsel)
Studio, Aussen und der Luxemburger Markt
Der Luxemburger Headshot-Markt verteilt sich auf vier Knoten: Luxemburg-Stadt (höchste Dichte), Esch-sur-Alzette rund um Belval (jüngere Studios, Kinoeinfluss), der Norden um Diekirch (kleiner, günstiger) und grenzüberschreitende Fotografen in Trier und Thionville, die häufig LU-Briefs bearbeiten.
Studio-Shoot — die Standardwahl:
- Konstantes Licht, vorhersagbare Farbe, kein Wetterrisiko
- Hintergründe (Neutralgrau, texturiertes Papier, gedämpfte Farbe) passend zum Brief
- Session-Zeit im 60- bis 90-Minuten-Fenster — keine Anfahrt
- Besser für das dramatische + kommerzielle Paar
- Session 130–170 € Standard
Aussen-Shoot — nützlich für urban/edgy-Typisierungen:
- Pflaster Ville-Haute Luxemburg, Kirchberg-Glas, Grund-Ufer, Belval-Science-Park, Esch-Industrie
- Natürliches Licht bringt eine lebendige Anmutung, die manche Casting-Briefs schätzen
- Zusatz 50–120 € gegenüber Studio-only für Lichtkit, Anfahrt, Wetterrisiko
- Für das erste Headshot nicht empfohlen — zu viel Ablenkung im Thumbnail
Mix — die Standardwahl aktiver Schauspieler:
- 60 Min. Studio für neutral-dramatisch, 30 Min. aussen für kommerziell
- Session 220–280 € typisch
- Paar aus einem Shoottag statt zwei Sessions
Grenzüberschreitende Fotografen:
- Ein in Trier oder Thionville niedergelassener Fotograf, der den dortigen Markt abrechnet, liegt 10–20 % unter LU-Tarif, die Anfahrt nach LU addiert aber 50–120 €
- Nettoeinsparung bescheiden auf Einzelsessions; relevant bei wiederkehrender Buchung (Theater-Compagnie, Ensemble)
Saisonale Tarife:
- Januar bis März — niedrigste Nachfrage, beste Verfügbarkeit, gleiche Preise
- April bis Mai — Casting-Hoch für Sommerproduktionen; 1 bis 2 Wochen Vorlauf
- Juni bis August — Ferienbedingte Entlastung, wieder gute Verfügbarkeit
- September bis Oktober — Herbst-Casting; 2 bis 3 Wochen Vorlauf, manche Fotografen schlagen 20–40 € Express-Aufpreis auf
- November bis Dezember — Übergang; Jahresend-Buchungen zum Neujahrs-Portfolio
Wie Sie einen Fotografen briefen und das halbe Budget sparen
Ein knapper Brief ist 50 bis 150 € auf einer Einzelsession wert, weil der Fotograf die Explorationsarbeit überspringen kann.
Die Brief-Checkliste — 15 Minuten schreiben, Stunden sparen:
- Zwei Referenzbilder von Headshots, die Sie mögen (nicht Ihr Lieblingsfotograf, konkret der Look) — vor der Session versenden
- Zwei Referenzbilder dessen, was Sie nicht mögen (damit der Fotograf die offensichtlichen Fehllesarten vermeidet)
- Spielbare Altersspanne („Ich bin 32, gecastet 28 bis 40”) — Fotograf passt Licht leicht jünger oder älter an
- Zielcharakter-Typen (junger Profi, Theater-klassisch, harte Drama) — steuert Garderobe
- Plattformen, auf denen das Bild leben wird (Spotlight, Agences.lu, eigene Seite, Agenturvorlage) — steuert Seitenverhältnis und Format
- Sprachen und Gebiete, in denen Sie auditionieren (LU, FR, BE, DE) — beeinflusst Look (nordisch, latein, gemischt)
Die Session-Tages-Checkliste:
- 30 Minuten früher ankommen mit 4 bis 6 Oberteilen (nicht die ganze Garderobe), ausgeruht, hydriert, leichte Gesichtspflege
- Am Vorabend keinen Alkohol, am Morgen keine salzigen Speisen
- Keine Maske oder abrasives Peeling in den 48 Stunden davor — Mikroröte hält Stunden
- Haare: frischer Schnitt in der Länge, die zur Charakterspanne passt, Frisur wie gewohnt
- Make-up: natürlich mattiert; im Zweifel den Set-Make-up-Artist übernehmen lassen
- Brief und Referenzen, gedruckt oder am Handy, mitbringen
Die gewünschte Lieferreihenfolge:
- Web-Auflösungs-Proofs in 3 bis 7 Werktagen
- Schauspielerauswahl zurück an den Fotografen in 3 Werktagen
- Retuschierte Finals in 10 bis 14 Werktagen nach Auswahlbestätigung
- Schriftliche Notiz zu Aufbewahrung der Quelldateien und Löschdatum
- Unterzeichnete Lizenz für die obigen Nutzungen
Ein Fotograf mit diesem Brief spart 15 bis 25 Minuten Exploration im Shoot, retuschiert die drei richtigen Bilder ohne zweite Runde und liefert ein besseres Porträt mit weniger Budgetdruck.
Drei Fotografen-Angebote vergleichen
Headshot-Angebote in Luxemburg liegen bei sauberer Briefing-Basis bei ±20 %. Grössere Spreads spiegeln Umfangs-Mismatch, nicht Marktwert-Differenzen.
Die sechs Prüfpunkte:
- Session-Dauer und Look-Anzahl — 90 Min. 3 Looks ist nicht 60 Min. 2 Looks
- Geliferte Proofs — 15 bis 25 Standard; 5 unterschreitet den Brief
- Retuschierte Finals — 3 ist der Mittelmarkt-Standard; weniger bedeutet Mehrkosten
- Nutzungslizenz — Standard-Schauspieler-Nutzung enthalten; kommerzieller Aufschlag explizit, falls angefragt
- Quelldatei-Aufbewahrungspolitik — schriftlich mit Löschdatum
- MwSt. und Gesamt — alle drei netto oder alle drei brutto
Ein sauberes Briefing-Paket:
- Zwei Referenzbilder, die Sie mögen
- Zwei Referenzbilder, die Sie nicht mögen
- Spielbare Altersspanne
- Zielcharaktertypen
- Zielplattformen
- Audition-Sprachen und -Gebiete
- Formatpräferenz (Studio, Aussen, Mix)
- Lieferfrist
Warnsignale:
- Angebot 30 % unter Markt mit „unbegrenzten Retuschen” — Retusche durch günstige Dritte, Qualität variiert
- Angebot ohne MwSt.-Zeile — entweder nicht gemeldet oder nicht konform
- Angebot ohne Lizenzklausel — Sie nutzen Rechte, die nicht verhandelt sind; der Fotograf behält unbekannte Rechte
- Angebot mit reiner Digitallieferung, ohne Druck — Druckfertig-Lieferung für Agenturmappe prüfen
Drei gemeldete LU-Fotografen auf demselben Paket landen bei 140–180 € für eine Standardsession. Ein 90 €-Angebot kommt fast immer von einem nicht gemeldeten Freelancer oder einem Fotografen ausserhalb der Schauspieler-Spezialität; 280 € enthält meist Make-up oder Aussenzeit, die Sie nicht angefragt haben.
Eine Schauspieler-Headshot-Session in Luxemburg kostet 130 bis 170 € pauschal für ein 60- bis 90-minütiges Studio-Shoot mit 2 bis 3 Looks und 3 retuschierten Finals. Die drei Variablen, die den Gesamtpreis am stärksten bewegen, sind Anzahl Retuschen, Einbindung eines Make-up-Artists und Umfang der Nutzungslizenz — Standardumfang mit Casting-Rechten zahlen, kommerziellen Aufschlag separat verhandeln, wenn ein Marken-Brief später kommt. Ein knappes Briefing-Paket mit zwei positiven und zwei negativen Referenzen ist 50 bis 150 € pro Session wert und liefert ein besseres Headshot als ein grösseres Budget mit loser Brief. Fynd.lu listet gemeldete Fotografen mit Autorisation d'établissement, schriftlichen Lizenzbedingungen und Liefer-SLAs — drei Angebote auf gemeinsamer Briefing-Basis einholen, bevor gebucht wird.
