Preis nach Format — Stundensatz, Halbtag, Ganztag, Mehrtages
| Format | Tarif (netto) |
|---|---|
| Standard-Stundensatz — ein Mitarbeiter | 50–80 €/Std. |
| Mindestbuchung — 4 Stunden | 220–340 € |
| Halbtag — 6 Stunden | 320–480 € |
| Ganzer Tag — 10 bis 12 Stunden | 550–900 € |
| 24-Stunden-Objektschutz | 1 100–1 700 €/Tag |
| Mehrtagesauftrag — 3 Tage, zwei Personen | 3 200–5 400 € |
| VIP-Abholung Flughafen + Transfer | 350–600 € |
| Vorab-Sicherheitscheck / Lagebild | 250–500 € pauschal |
Ein Auftrag von 720 € mit MwSt. 17 % wird zu 842 € brutto. Für Kunden, die die Leistung über eine Firma abrechnen, ist die MwSt. auf einer professionellen Rechnung in der Regel abzugsfähig; bei rein privater Nutzung im Haushalt nicht.
Format-Treiber:
- Mindestschicht. Die meisten Agenturen lehnen Ein-Stunden-Buchungen ab, weil die Vorbereitung — Routenplanung, Bedrohungs-Briefing, Ausrüstungscheck — bereits eine nicht berechnete Stunde kostet
- Nachtzuschlag. Stunden zwischen 22:00 und 06:00 Uhr tragen 20–30 % Aufschlag
- Wochenende und Feiertage. Samstage, Sonntage und jours fériés bringen 15–25 % auf den Grundtarif
- Stationär oder mobil. Ein stationärer Objektschutz liegt am unteren Rand; aktive Bewegung durch Luxemburg-Stadt, Esch-sur-Alzette oder grenzüberschreitende Transfers nach Frankreich oder Deutschland liegen oben
Die sechs Treiber hinter einem Personenschutz-Angebot
Die Preisbildung im Personenschutz in Luxemburg ist kein Einheitstarif. Zwei Angebote für „ein Bodyguard, acht Stunden” können sich um 200 € unterscheiden, weil der Leistungsumfang auf nicht sofort sichtbare Weise abweicht.
Die sechs entscheidenden Treiber:
- Bedrohungsprofil. Eine Routinebegleitung eines Unternehmensvertreters auf einer Konferenz in Kirchberg wird zum Grundtarif angeboten. Eine bekannte Bedrohung, öffentliche Exposition oder eine häusliche Situation nach Scheidung erfordern einen höheren Agentenprofil und eine formale Risikobewertung — 300–800 € zusätzlich im Wochenvertrag.
- Anzahl der Mitarbeiter. Ein einzelner Agent reicht bei geringem Risiko; eine sichtbare Bedrohung verlangt zwei oder mehr, wobei der zweite Agent nur wenig günstiger ist als der erste, weil Briefing, Ausrüstung und Koordination sich überlappen.
- Fahrzeug und Fahrer. Ein diskretes Fahrzeug mit ausgebildetem Fahrer kostet 120–180 €/Std. zusätzlich zum Agententarif, inklusive Kraftstoff und Parkgebühren in Luxemburg-Stadt und im ganzen Grossherzogtum.
- Qualifikationen des Agenten. Ex-Militärs, ehemalige Angehörige der Police Grand-Ducale, zertifizierte Ersthelfer und mehrsprachige Profile FR/DE/EN/LB liegen im oberen Bereich. Spezialkenntnisse — Notfallsanitäter, Ausweichfahrtechnik, Menschenmengen-Extraktion — rechtfertigen 10–25 % Aufschlag.
- Vorbereitungszeit. Eine dreitägige Objekt- und Routenaufklärung vor der Hauptmission wird oft separat zu 250–500 €/Tag berechnet und lässt sich ohne Qualitätsverlust nicht komprimieren.
- Ausrüstung und Kommunikation. Verschlüsselte Funkgeräte, am Körper getragener Alarm, diskrete Ohrstücke und ein Führungskanal addieren 80–200 € pro Mitarbeiter und Tag. Das Tragen von Schusswaffen ist in Luxemburg stark eingeschränkt, der Standard ist unbewaffnet; eine bewaffnete Eskorte verlangt eine spezielle ministerielle Erlaubnis und wird selten für zivile Kunden beauftragt.
Was ein Standardangebot enthält und was nicht
Ein schriftlicher Missionsauftrag, vor der ersten Arbeitsstunde unterzeichnet, unterscheidet seriöse Agenturen von informellen Anbietern. Lesen Sie ihn sorgfältig — was ausgeschlossen ist, zählt ebenso viel wie das Gelistete.
Im Tagesangebot enthalten (550–900 €):
- Ein zugelassener Agent im Einsatz über 10 bis 12 Stunden
- Vor-Einsatz-Briefing und einfache Risikobewertung im Dossier
- Standard-Kommunikationsausrüstung (Funkgerät, diskrete Ohrstück)
- Versicherungen: Betriebshaftpflicht bis 1 500 000 € und Unfallversicherung des Arbeitgebers
- Schriftlicher Missionsauftrag mit Route, Kontaktpunkten, Sammelstellen
- Debriefing-Notiz am Einsatzende
Üblicherweise ausgeschlossen, separat berechnet:
- Wege zwischen der Agenturbasis und dem Startpunkt des Kunden (oft Luxemburg-Stadt) — meist 40–80 € ausserhalb der Stadtgrenzen
- Verpflegung und Unterkunft bei Mehrtagesaufträgen — Tagespauschale 50–90 €
- Parkgebühren, Autobahnmaut, grenzüberschreitende Fahrzeugkosten
- Vorab-Objekt- oder Routenaufklärung (sofern nicht im Paket enthalten)
- Medizinische, rechtliche oder Übersetzungseinsätze ausserhalb des Agentenauftrags
- Erweiterte Bereitschaft über das gebuchte Fenster hinaus — Stundensatz plus 25 % Überstundenzuschlag
Fordern Sie ausdrücklich die Ministère de la Justice-Agrément-Nummer, die MwSt.-Nummer der Agentur und die Nummer der Berufshaftpflichtpolice auf der Angebots-Deckseite. Eine Agentur, die diese drei Angaben nicht liefert, ist in Luxemburg nicht zur Ausübung privater Sicherheit zugelassen.
Luxemburgischer Rahmen — Zulassung, gemeldete Arbeit, MwSt.
Luxemburg reguliert die private Sicherheit streng. Das zentrale Instrument ist die Loi du 12 novembre 2002 relative aux activités privées de gardiennage et de surveillance mit den zugehörigen grossherzoglichen Ausführungsverordnungen. Jede Agentur, die Personenschutz anbietet, benötigt eine formelle Zulassung des Ministère de la Justice, und jeder Mitarbeiter im Einsatz muss persönlich eine fünf Jahre gültige carte d'identification besitzen.
So sieht eine konforme Agentur aus:
- Autorisation d'établissement vom Ministère de l'Économie
- Sicherheitsspezifisches Agrément vom Ministère de la Justice
- Eingetragene MwSt.-Nummer, Rechnungen zu MwSt. 17 %
- ITM-Eintragung und gemeldete Lohnkosten für jeden Mitarbeiter — keine Schwarzarbeit
- Gültige Berufshaftpflichtversicherung, jährliche Bescheinigung im Dossier
Was der Kunde vermeiden sollte:
- Informelle Absprache auf WhatsApp ohne Vertrag — jeder Vorfall setzt den Kunden direkter Haftung aus
- Im Ausland registrierte Anbieter ohne luxemburgische Zulassung — ein französisches oder belgisches Agrément ersetzt das luxemburgische nicht
- Angebote unter dem 50 €/Std.-Mindestniveau — fast immer nicht gemeldete Mitarbeiter, ungültige Versicherung oder beides
Für Haushaltskunden in Luxemburg-Stadt, Esch-sur-Alzette, Differdingen und im ganzen Land ist der gemeldete Schutz die einzige rechtssichere Option. Die kurzfristige Einsparung einer informellen Vereinbarung wird durch die Haftung im Schadenfall aufgehoben. Für privaten Sicherheitsdienst zugelassene Agenturen bieten meist auch Alarmeinsatz und stationäre Bewachung an, sodass Langzeitkunden die Beziehung für bessere Tarife bündeln können.
So vergleichen Sie drei Angebote auf identischem Umfang
Senden Sie dasselbe Briefing an drei zugelassene Agenturen. Ohne standardisiertes Briefing vergleichen Sie Äpfel mit Birnen — und der 200-€-Spread sagt nichts aus.
Das Briefing, das Sie senden:
- Start- und End-Datum/-Uhrzeit, Start- und Endadresse (Luxemburg-Stadt, Esch-sur-Alzette, grenzüberschreitender Transfer)
- Bedrohungsprofil in einem Absatz — öffentliche Person, Nach-Scheidungs-Kontext, Firmenevent, bekannte Bedrohung
- Anzahl erforderlicher Agenten
- Fahrzeug nötig, ja oder nein, und wer es führt
- Voraufklärungsfenster vor der Hauptmission
- Ansprechpartner auf Kundenseite und Notfallnummer
Die sechs Kontrollen, die zählen:
- Netto oder brutto. Alle drei netto oder alle drei brutto — nicht mischen. Ein Angebot in TTC zu 17 % wirkt teurer als ein identisches netto.
- Mindestschichtlänge. Eine Agentur bietet den Tag zu 10 Stunden an, eine andere zu 12 — das sind 20 % Unterschied, bevor weitere Variablen greifen.
- Überstundenpolitik. Überstundensatz schriftlich — pauschal 25 %, stündliche Neubuchung oder Tageslimit.
- Vertretungsregeln. Wer ist der benannte Agent? Bei Krankheit: Erhält der Ersatz dasselbe Briefing? Gibt es einen Abschlag bei Abweichung?
- Stornobedingungen. Eine faire Klausel begrenzt die Absage auf 24–48 Stunden zum vollen Preis, kürzere Fenster anteilig.
- Diskretion und Pressehandling. Bei exponierten Kunden verhindert eine vertragliche Zeile zur Presse- oder Fotografen-Interaktion Verwirrung am Einsatztag.
Drei identisch gebriefte, zugelassene Agenturen landen typisch bei ±15 % zueinander. Eine grössere Spanne weist immer auf eine unterschiedliche Briefing-Lesart hin — vor Zuschlag an die günstigste ein fünfzehnminütiges Gespräch mit jeder klärt die Lücke.
Versteckte Kosten und Warnsignale
Die meisten Kostenüberraschungen im Personenschutz liegen nicht im Stundensatz, sondern an den Rändern der Mission.
Versteckte Kosten, die Sie schriftlich klären sollten:
- Kraftstoff und Kilometer im Agenturfahrzeug. Manche Verträge umfassen die ersten 100 km, andere rechnen ab dem ersten Kilometer zu 0,60–0,90 €/km ab.
- Doppelabrechnung Fahrer und Agent. Bei Einsätzen mit Fahrer und Agent prüfen Sie, dass zwei Personen in Rechnung gestellt sind, nicht eine mit Doppelrolle.
- Hotel und Verpflegung bei Mehrtagen. Bei grenzüberschreitenden Missionen nach Paris, Brüssel oder Frankfurt sind Unterkunft 150–250 €/Nacht und Verpflegung 50–90 € meist Durchleitungskosten.
- Wochenendverlängerungszuschläge. Eine Mo-Fr-Mission, die auf Samstag erweitert wird, löst oft einen 25 %-Wochenendsatz plus 100–200 € Umplanungskosten aus.
- Mieten von Spezialausrüstung. Verschlüsselte Funkgeräte, ballistische Westen, GPS-Tracker, Medizinkit — manche Agenturen inklusiv, andere mieten sie zu 60–200 €/Tag an.
- Abrechnung des Debriefings. Zwei Stunden Debriefing und Berichterstattung zum Agententarif sind legitim, müssen aber im Voraus angezeigt werden.
Warnsignale:
- Kein schriftlicher Missionsauftrag, nur mündliche Absprache
- Agentur weigert sich, die Agrément- oder MwSt.-Nummer zu liefern
- Nur Barzahlung oder Rabatt „bei Fakturierung auf eine Privatperson”
- Agent erscheint ohne Identifikationskarte oder in Zivilkleidung ohne Abzeichen
- Angebot deutlich unter 50 €/Std. — stets eines von: nicht gemeldeter Mitarbeiter, keine Versicherung, oder Lockangebot mit grosser Folge-Rechnung
- Druck zur Unterschrift ohne Lesen der Stornoklausel
Einsatzfälle — Firmenevents, VIP-Transfers, Privatkunden
Die Spanne 50–80 €/Std. deckt verschiedene Missionstypen mit jeweils leicht unterschiedlicher Preislogik ab.
Firmenevents. Ein Produktlaunch in der LuxExpo oder eine Konferenz in der Chambre de Commerce bucht typisch zwei bis vier Mitarbeiter für den 10-Stunden-Aufbau-plus-Event-Tag zu 1 200–2 400 € pauschal. Die Mission liegt am Grundtarif, weil das Umfeld kontrolliert, die Besucher vom Gastgeber vorgefiltert sind und die Mitarbeiter stationär oder in weicher Deckung arbeiten.
VIP-Flughafentransfers. Eine Abholung in Luxembourg-Findel und diskreter Transfer in die Stadt, nach Kirchberg oder in ein Hotel kostet 350–600 € einschliesslich des Standby-Fensters am Flughafen. Grenzüberschreitende Transfers nach Frankfurt, Brüssel-Zaventem oder Paris-Charles de Gaulle liegen bei 800–1 600 € Tagesrückfahrt, oft mit Übernachtungsaufschlag.
Wohnen und Familienschutz. Schutz rund um ein Familienheim in einer sensiblen Phase — Medienexposition, umstrittenes Sorgerecht, Nach-Bedrohungs-Situation — läuft häufig über eine Zwei-Agenten-24-Stunden-Rotation zu 2 500–3 800 €/Tag mit Drei-Tage-Mindestbuchung. Die Zulassungsregeln verlangen, dass das Gastobjekt im Auftrag dokumentiert ist.
Gerichtstermine und Vernehmungstage. Eine juristische Begleitung in Luxemburg-Stadt, Diekirch oder am grenznahen Gericht Saarbrücken bucht zum Tagesstandard, verlangt aber häufig spezifische Diskretionsklauseln im Vertrag.
Kurzfristige Missionen. Unter 48 Stunden Vorlauf schlägt ein 15–25 %-Eilzuschlag auf, weil Dienstplan, Versicherungsmeldung und Ausrüstungsreservierung ins Kurzfenster gedrückt werden.
Vermeiden Sie, Missionstypen in einem Vertrag zu mischen — eine Woche, die als Eventdeckung beginnt und in Wohnschutz übergeht, ist neu zu briefen und neu zu bepreisen, nicht in die gleiche Stundenhülle zu dehnen.
Fragen vor der Unterschrift
Zehn schriftlich gestellte Fragen bringen die meisten Probleme ans Licht, bevor die erste Stunde fakturiert wird. Die Antworten kommen in zwei oder drei Sätzen; eine Agentur, die ausweicht, ist nicht die richtige Wahl.
Die zehn Fragen:
- Wie lautet Ihre Ministère-de-la-Justice-Agrément-Nummer und ihre aktuelle Gültigkeit?
- Wie lautet Ihre MwSt.-Nummer und stellen Sie Rechnungen zu MwSt. 17 % aus?
- Wer ist der benannte Agent für diese Mission und wie ist sein Hintergrund?
- Ist der Agent bewaffnet, und wenn ja, unter welcher luxemburgischen Erlaubnis?
- Welche Haftpflicht-Deckungssumme bietet Ihre Berufshaftpflicht?
- Wie hoch ist Ihre minimale abrechenbare Schicht und der Überstundensatz schriftlich?
- Wie wird das Fahrzeug abgerechnet — Kilometertarif, enthalten oder Drittvermietung?
- Wie sieht Ihre Stornopolitik zwischen T-48 h, T-24 h und T-0 aus?
- Wer ersetzt den benannten Agenten bei Ausfall, und wird der Ersatz gebrieft?
- Können Sie zwei aktuelle Referenzen vergleichbarer Einsätze in Luxemburg liefern?
Warnsignal-Antworten:
- „Wir können auf Ihren Privatnamen mit reduzierter MwSt. fakturieren” — in LU nicht legal
- „Wir haben die Zulassung noch nicht, aber beantragt” — nicht betriebsberechtigt
- Vage Versicherungsnummern oder Weigerung, den Versicherer zu nennen
- Weigerung, den Agenten vor Unterschrift schriftlich zu benennen
- Jede Antwort, die Barzahlung, informelle Absprache oder grenzüberschreitenden Umweg nahelegt
Drei zugelassene LU-Agenturen, zu diesen zehn Fragen befragt, landen typisch bei ±15 % zueinander und bieten einen engen, gemeldeten Vertrag. Fehlt eine Antwort bei einer der drei, wechseln Sie zum nächsten Kandidaten — verhandeln Sie die Antwort nicht herbei.
Die Personenschutz-Tarife in Luxemburg liegen 2026 zwischen 50 und 80 € pro Stunde, aber die Hülle um diesen Stundensatz — Mindestschicht, Überstundenpolitik, Fahrzeug, Voraufklärung, MwSt.-Handhabung — entscheidet, ob Sie für den gleichen nominalen Tag 500 oder 2 000 € zahlen. Nur vom Ministère de la Justice zugelassene Agenturen mit Autorisation d'établissement, gemeldeter Lohnkosten und laufender Berufshaftpflicht sind zur Ausübung berechtigt; unter 50 €/Std. handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um nicht gemeldetes Personal. Briefen Sie drei Agenturen unter identischen Bedingungen, vergleichen Sie auf MwSt.-Gesamtpreis und stellen Sie die zehn Due-Diligence-Fragen vor Unterschrift. Fynd.lu listet gemeldete LU-Sicherheitsanbieter mit verifizierter Zulassung, MwSt.-Nummer und Versicherung — holen Sie drei vergleichbare Angebote ein, bevor Sie unterschreiben.
