Preis nach Format — Einzelbild, Paket, Walkthrough
| Format | Preis (ohne MwSt.) |
|---|---|
| Einzelbild Innenraum — ein Raum, eine Kamera, photoreal | 600–1 200 € |
| Einzelbild Aussen — Fassade oder Gartenansicht, photoreal | 700–1 400 € |
| Innenpaket — 3 bis 4 Bilder einer Wohnung oder eines Hauses, konsistentes Licht | 1 500–2 500 € |
| Komplettpaket Renovierung — Innen + Aussen + Dämmerungsansicht + Materialboard | 2 500–3 500 € |
| Animierter Walkthrough — 30 bis 60 Sekunden, 1080p | 2 800–5 500 € |
| Weissmodell-Blocking — ohne Materialien, ohne Licht | 250–450 €/Bild |
Ein Projektangebot von 1 800 € mit MwSt. zu 17 % wird zu 2 106 € brutto — vor dem Vergleich auf den Bruttobetrag umrechnen, da Freelance-Visualiseure und Büros standardmässig netto quotieren.
Format-Treiber:
- Standbild vs. Animation: eine Animation liegt etwa beim Zwei- bis Dreifachen des Preises des entsprechenden Standbildes, weil jedes Frame einzeln tragen muss und die Renderzeit mit der Länge skaliert
- Konsistenz im Paket: ein Vierbilder-Innenpaket kostet nicht das Vierfache eines Einzelbildes — Umgebung, Licht und Materialien werden einmal gebaut und wiederverwendet, sodass das Grenzbild bei 300–500 € liegt statt am Einzelbild-Tarif
- Auflösung: Ausgabe in Druckqualität bei 4K oder 6K schlägt 10–20 % auf eine Standard-2K-Webdatei auf
- Tag- / Nacht-Paar: die Beleuchtung auf eine Dämmerungsversion derselben Kamera umzuschalten kostet 200–400 € statt eines vollen zweiten Bildes
Was ein Angebot von 600 auf 3 500 € treibt
Die Spanne von eins zu sechs zwischen unterem und oberem Ende ist kein Margenspiel — sie spiegelt einen echten Unterschied an Arbeitsstunden am Projekt wider. Ein gut eingegrenztes Angebot zieht das Projekt an den richtigen Punkt auf der Kurve.
Die sechs Treiber:
- Detaillierungsgrad. Weissmodell-Blocking (untextierte Geometrie, neutrales Licht) rendert in einem Tag und kostet 250–450 € pro Bild. Photoreales Ergebnis — physikalisch basierte Materialien, globale Beleuchtung, realistische Bokeh-Optik, Verdrängungskarten für Textilien, Keramikunregelmässigkeiten — dauert drei bis fünf Tage und rechtfertigt das obere Ende bei 1 200–1 800 € für ein Einzelbild.
- Zahl der Kameraperspektiven. Jede zusätzliche finale Kamera addiert 300–500 € auf ein Paket, weil die Umgebung wiederverwendet wird, die Aufnahme selbst aber eigenständig komponiert, beleuchtet und abgestimmt werden muss.
- Ausgangsmaterial. Von einem sauberen Architekten-DWG oder -IFC auszugehen ist der Idealfall. Rekonstruktion aus einem PDF-Plan addiert 200–400 € Aufmass. Start von Papierplänen plus Ortsbesichtigung addiert 500–800 €.
- Material- und Oberflächenrecherche. Eine designorientierte Küche mit markenspezifischen Oberflächen — Natursteinplatte mit benannter Maserung, in Luxemburg bezogenes Eichenfurnier, eine bestimmte Armaturenfamilie — braucht echte Texturerfassung und addiert 150–300 € pro Aufnahme.
- Revisionsrunden. Die meisten Angebote enthalten zwei Revisionsrunden. Eine dritte wird in der Regel mit 80–120 €/Std. abgerechnet, gedeckelt bei 500–800 € je zusätzlicher Kamera.
- Lieferformat. Web-JPEG ist enthalten. Druckfertiges TIFF mit 300 dpi im A2-Format, eine markenbezogene PDF-Layoutseite oder ein separater Alphakanal für Designer-Retusche sind eine Position von 100–250 €.
Was ein Standardangebot enthält und was nicht
Ein schriftlicher Leistungsumfang ist der beste Prädiktor für einen reibungslosen Projektverlauf. Lesen Sie ihn Zeile für Zeile — was gezählt wird und was ausdrücklich ausgeschlossen ist, wiegt so schwer wie der Gesamtpreis.
Typischerweise in einem Innenpaket-Angebot enthalten (1 500–2 500 €):
- 3 bis 4 final gerenderte Kameras in 2K-Web-Auflösung
- Ein konsolidiertes Materialboard auf Basis von Kundenreferenzen
- Zwei Revisionsrunden für Materialwechsel, Kameraanpassungen und Lichtjustierung
- Finale Auslieferung als JPEG plus PSD mit Ebenen auf Anfrage
- Ein schriftliches Übergabeprotokoll mit Versionen der Quelldateien und verwendeter Render-Engine
Meist nicht enthalten — mit separater Position rechnen:
- Aufmass vor Ort oder Laserscan — kalkulieren Sie 350–700 € für eine Wohnung, 700–1 200 € für ein Haus
- Möbelmodellierung von Grund auf, wenn das Objekt nicht in einer kommerziellen Asset-Bibliothek ist — 80–200 € je Sonderteil
- Landschaftsgestaltung über einen Standardrasen hinaus — ausgewachsene Bäume, spezifische Bepflanzung, Hardscape-Muster bei 250–500 €
- Drohnenähnliche Aussenansichten mit Geländemodellierung und Nachbarbebauung — 500–1 000 € je Ansicht
- Druckproduktion — vom Renderhonorar getrennt, an eine Druckerei delegiert
- Nutzungsrechte über das Eigenmarketing des Kunden hinaus — Weiterverkaufs- oder Bauträger-Broschürenrechte schlagen häufig +25–50 % Lizenzaufschlag auf
Warnsignale im Angebot:
- Keine Erwähnung von Revisionsrunden — es kommt als Stundenrechnung zurück
- „Photoreale Qualität” ohne Musterbilder desselben Studios aus einem vergleichbaren Briefing
- Ein Pauschalpreis, der die Kameraanzahl nicht benennt — der Umfang driftet
Freelance-Visualiseur versus Architekturbüro
| Anbieter | Typischer Preis | Durchlaufzeit | Passend für |
|---|---|---|---|
| Freelance-Visualiseur (1–3 Personen) | 600–1 500 €/Projekt | 5–10 Arbeitstage | Einzelner Raum, einzelne Aussenansicht, klares Briefing vom Bauherrn mit Referenzbildern |
| Boutique-Visualisierungsstudio (5–15 Personen) | 1 500–3 500 €/Projekt | 10–20 Arbeitstage | Mehrperspektiven-Paket, art-directed photoreales Ergebnis, druckfertige Lieferobjekte |
| Architekturbüro mit Rendering als Zusatz | 1 800–3 500 €/Projekt | An Planungsphase gekoppelt | Rendering im Rahmen eines grösseren Planungs- oder Renovierungsvertrags |
Warum der Schritt Freelance-zu-Studio nicht linear ist:
- Ein Freelancer stellt seine eigenen Stunden in Rechnung — ein Studio rechnet Art-Direction, Modellbau, Materialarbeit, Render-Supervision und QA als eigene Disziplinen ab
- Ein Studio verfügt über eine über Jahre aufgebaute Materialbibliothek — die Grenzkosten für eine realistische Wand, einen Stuhl oder ein Textil sind nahe null für das Studio und substanziell für den Freelancer
- Ein Studio übernimmt Haftung bei kommerzieller Nutzung (Bauträger-Broschüre, Immobilienportal) — Freelance-Verträge begrenzen die Haftung meist auf das gezahlte Honorar
- Die Durchlaufzeit im Studio ist trotz höheren Preises oft kürzer, weil das Team Modell, Materialien und Licht parallelisieren kann
Auswahlhilfe:
- Eine Eigentümerin, die eine Küchenrenovierung vor der Arbeitsplattenwahl visualisieren will: Freelancer
- Ein kleiner Bauträger, der eine Vierer-Umwandlung vor Fertigstellung vermarktet: Studio
- Ein Architekt, der Renderings für die eigene Kundenpräsentation auslagert: Studio, in wiederkehrender Partnerschaft — Einzelpreise sinken um 10–20 % beim dritten Projekt mit demselben Studio
MwSt. — 17 % eigenständig, 3 % super-reduziert auf Renovierungsrechnung
3D-Rendering in Luxemburg ist eine professionelle Dienstleistung und unterliegt der Standard-MwSt. von 17 %, wenn es eigenständig abgerechnet wird. Wird das Rendering im Rahmen einer qualifizierten Renovierung einer Hauptwohnung beauftragt und vom ausführenden Betrieb auf derselben Rechnung aufgeführt, kann es unter den super-reduzierten Satz von 3 % über den logement.lu-Mechanismus fallen — eine merkliche Ersparnis bei einem 3 000-€-Projekt.
Die Regel in der Praxis:
- Eigenständiger Rendering-Vertrag (Eigentümer beauftragt direkt einen Visualiseur, kein gekoppelter Bauvertrag): MwSt. 17 %
- Rendering innerhalb eines Renovierungsvertrags mit dem ausführenden Betrieb, auf einer Hauptwohnung, auf derselben Rechnung: potenziell MwSt. 3 % im super-reduzierten Regime
- Vorvermarktungs-Rendering für Bauträger oder Mietobjekt: MwSt. 17 % — der super-reduzierte Satz gilt ausserhalb des Hauptwohnsitzes nicht
Was eine konforme Rechnung zeigen muss:
- Nettobetrag je Position
- MwSt.-Zeile explizit mit Satz (17 % oder 3 %)
- MwSt.-Nummer des Anbieters und Referenz zur Autorisation d'établissement (wo anwendbar)
- Schriftliche Leistungsbeschreibung — „photoreales Rendering Küche” genügt; „3D-Leistungen” nicht
Satzvergleich bei einem typischen 1 800-€-Netto-Projekt:
| Situation | MwSt. | Brutto |
|---|---|---|
| Eigenständiges Rendering | 17 % | 2 106 € |
| Auf Hauptwohnsitz-Renovierungsrechnung | 3 % | 1 854 € |
Die Differenz von 252 € rechtfertigt, die Frage im Briefing — nicht bei der Rechnungsstellung — zu klären und sich mit dem Renovierungsbetrieb abzustimmen, wenn der Fall zutrifft.
Revisionen, Eigentum und Übergabe der Quelldateien
Die Revisionsregelung ist die häufigste Reibungsquelle bei Rendering-Projekten. Lesen Sie die Klausel vor Unterzeichnung genau.
Standard-Revisionspolitik im gemeldeten Vertrag:
- Runde 1 — Weissmodell-Stadium: Kamerawinkel, Bildausschnitt, Proportionen. Kostenlos, enthalten.
- Runde 2 — Finale Beleuchtungsstufe: Materialien, Farben, Möbelaustausch. Kostenlos, enthalten.
- Ab Runde 3 — Abrechnung mit 80–120 €/Std., üblicherweise pro Kamera gedeckelt bei 500–800 €, damit ein einzelner pingeliger Reviewer das Budget nicht sprengen kann
Was eine Revision ausserhalb des Umfangs auslöst (berechenbar, auch innerhalb der zwei enthaltenen Runden):
- Hinzufügen einer Kamera nach Freigabe des Weissmodells
- Ändern des Grundrisses oder der Öffnungsmasse nach Geometrie-Freigabe
- Wechsel der Design-Richtung (modern zu traditionell, helle zu dunkle Palette) nach Runde 1
- Anforderung von Druckauflösung, wenn das niedrig aufgelöste Rendering bereits fertig ist
Eigentum und Quelldateien:
- Die gelieferten Endbilder sind dem Kunden für die vereinbarte Nutzung lizenziert
- Quelldateien (.max, .blend, .c4d, Texturbibliotheken) bleiben fast immer beim Studio — ein expliziter Rückkauf ist bei 500–1 500 € je Kamera möglich und lohnt sich nur, wenn Sie für Folge-Renderings desselben Raumes einen anderen Anbieter beauftragen wollen
- Render-Engine-Ausgaben (Corona, V-Ray, Cycles) sind nicht portabel zwischen Studios — ein zweites Studio rekonstruiert ohnehin aus Ihren Referenzbildern, sodass sich der Kauf von Quelldateien selten rechnet
Praxistipps:
- Grundriss und Designrichtung vor Runde 1 festziehen — das Weissmodell dient Kamera und Proportionen, nicht dem Neudenken des Projekts
- Das gesamte Feedback von Runde 2 in einem Dokument bündeln — verstreutes Feedback über eine Woche verbraucht das enthaltene Revisionsbudget in Abstimmungs-Overhead
Benchmarks Küche, Bad und Anbau
| Umfang | Typischer Preis (ohne MwSt.) | Kameras | Durchlaufzeit |
|---|---|---|---|
| Küchenrenovierung — eine Kamera, photoreal | 650–1 100 € | 1 | 5–8 Arbeitstage |
| Küche — Tag- + Dämmerungspaar aus derselben Kamera | 900–1 500 € | 1 Ansicht, 2 Stimmungen | 7–10 Arbeitstage |
| Badrenovierung — eine Kamera, photoreal | 700–1 200 € | 1 | 5–8 Arbeitstage |
| Wohnungsrenovierung — Wohnzimmer / Küche / Hauptschlafzimmer-Paket | 1 800–2 600 € | 3 | 12–18 Arbeitstage |
| Hausanbau — Innen- + Aussenpaket | 2 400–3 500 € | 4 | 15–20 Arbeitstage |
| Komplette Hausneugestaltung vor Verkauf | 2 800–3 500 € | 4–5 | 18–25 Arbeitstage |
Warum Küchen und Bäder am oberen Ende liegen:
- Hohe Dichte reflektierender und lichtbrechender Materialien — Stein, Keramik, Glas, poliertes Metall — jedes braucht einen physikalisch korrekten Shader
- Kleine Raumgrösse bedeutet Kamera nah an jeder Fläche, Mikro-Detail wiegt weit stärker als im grossen Wohnzimmer
- Lichtverhalten im engen Raum verlangt mehrere abgestimmte Lichtquellen — Fenster, Pendelleuchte, LED-Profil, Reflektor
Warum ein Paket den Preis pro Bild senkt:
- Die Umgebung wird einmal gebaut — Wände, Boden, Decke, Sockel, Fenster — und über Kameras wiederverwendet
- Die Materialbibliothek wird einmal aufgebaut und wiederverwendet
- Eine zweite Kamera im gleichen Raum ist typischerweise ein Zusatz von 400–600 €, nicht 900 €
Spezifika Hausanbau:
- Aussenperspektiven brauchen einen vereinfachten Kontext der Nachbarbauten und des Gartens — das Studio verlangt eine Ortsbesichtigung oder Drohnenaufnahmen
- Aussenmaterialien (Putzfarbe, Rahmenfinish, Steinverblendung) reagieren anders auf Licht als Innenmaterialien — eine zusätzliche Beleuchtungsrunde über die Innenkameras hinaus einplanen
Drei Angebote zum selben Briefing vergleichen
Rendering-Angebote sind notorisch schwer zu vergleichen, weil die Leistungsbeschreibung fast immer vage ist. Ein knappes Briefing, an drei Anbieter verteilt, verwandelt „900 € gegen 1 400 € gegen 2 200 €” in einen echten Vergleich.
Die sechs Prüfpunkte:
- Kameraanzahl. Drei Anbieter können denselben Auftrag zu sehr unterschiedlichen Preisen anbieten, weil einer zwei Kameras kalkuliert und ein anderer vier. Die Zahl schriftlich einfordern.
- Auflösung und Lieferformat. 2K JPEG für Web, 4K TIFF für Druck, 6K für ein Banner — jede Stufe verändert die Renderzeit um etwa das Doppelte. Format im Briefing fixieren.
- Revisionsregelung. Zwei Runden enthalten, Stundensatz für Runde drei, Deckel je Kamera — alle drei Zahlen explizit. „Revisionen im vertretbaren Rahmen enthalten” ist keine Zahl.
- Referenzbilder aus dem Portfolio des Studios. Zwei bis drei frühere Renderings zu einem vergleichbaren Briefing anfordern. Hero-Shots auf der Vertriebsseite sind Marketing; der Link zu einer Fallstudie mit zehn Bildern ist Beleg.
- MwSt. und Gesamtpreis. Alle drei netto oder alle drei brutto — Mischungen vermeiden. Wo der super-reduzierte 3 %-Satz greifen könnte, die Konfiguration jedes Anbieters prüfen.
- Herkunft der Geometrie. Einer unterstellt stillschweigend einen sauberen DWG; ein anderer rechnet ein Laser-Aufmass ein. Der 600-€-Abstand ist nur real, wenn der Umfang real ist.
Ein sauberes Briefing-Paket für alle drei:
- Grundriss als PDF mit Massen
- 8 bis 12 Referenzbilder nach Raum sortiert
- Materialliste mit Markenangaben, wo möglich
- Gewünschte Kameraanzahl und Winkel im Plan
- Lieferformat und erforderliche Auflösung
- Termin und Nutzungsrechte-Umfang
Anbieter, die aus demselben Paket kalkulieren, landen bei ±20 % voneinander. Grössere Spreads gehen fast immer auf eine abweichende Briefing-Lesart zurück — deshalb vor dem Zuschlag zum günstigsten Angebot ein Klärungsgespräch.
Die Preise für 3D-Rendering in Luxemburg hängen stärker von den Projektstunden ab als von einer ausgewiesenen Kreativität — Kameraanzahl, Detaillierungsgrad, Ausgangsmaterial und Revisionsrunden erklären die Spanne von 600 bis 3 500 €. Schreiben Sie ein knappes Briefing, geben Sie es drei Anbietern zu gleichen Konditionen, und vergleichen Sie auf Brutto-Gesamtpreis statt auf ausgewiesenen Nettotarif. Ist das Rendering Teil einer qualifizierten Renovierung einer Hauptwohnung, frühzeitig abstimmen, damit der super-reduzierte 3 %-Satz auf derselben Rechnung greifen kann. Fynd.lu listet gemeldete Visualisierungsstudios und Architekten mit Rendering-Leistungen, schriftlichem Leistungsumfang, Revisionsregelung und MwSt.-Nummer — holen Sie drei vergleichbare Angebote ein, bevor Sie unterschreiben.
